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Donnerstag, 29. Juli 2010

Stadt gibt Jugendtreff auf

Von Robert Attenhauser

Foto: Robert AttenhauserTöging. Zu geringes Interesse Jugendlicher, fehlendes Aufsichtspersonal, dazu Kosten von 15000 Euro pro Jahr – die Stadt wird den Mietvertrag für den Jugendtreff im Industriepark Inntal zum ersten September kündigen.

Zu hohe Kosten, zu wenig Interesse – die Stadt kündigt den Mietvertrag für den Jugendtreff. (Foto: Attenhauser)

Diese Entscheidung hat der Stadtrat am Mittwoch im nicht-öffentlichen Sitzungs-Teil beschlossen. Die Räume mit 290 Quadratmetern Fläche neben dem ehemaligen VAW-Silo hatte die Stadt im Januar 2001 angemietet. Ein ständiges Auf und Ab prägte das Dasein des Jugentreffs seit dieser Zeit – wie bei vergleichbaren Einrichtungen anderer Städte auch, worauf Stadträte am Mittwoch mehrfach hinwiesen. Zuletzt war aus dem Ab ein Tief geworden.

Auch wenn die städtische Jugendreferentin Birgit Noske (SPD) und Silo-Wirt Hans Utz jun. im Frühjahr noch neue Vorschläge zur Wiederbelebung des Jugendtreffs erarbeiteten und zur Fußball-WM noch Public Viewing anboten – das Interesse war gering. Bürgermeister Horst Krebes (SPD) zufolge blieb auch ungeklärt, wer die Räume beaufsichtigen und die Verantwortung dafür übernehmen wolle.

Laut Krebes hat sich zuletzt auch eine denkbare Nutzung der Räume durch den Gehörlosen-Verein Altötting-Mühldorf zerschlagen.

Noske merkte an, dass die Zeit im Frühsommer aufgrund der Prüfungen an vielen Schulen ungeeignet gewesen sei, um den Treff wieder in die Gänge zu bringen. Bei dem schönen Wetter seien viele Jugendliche auch eher im Freibad als in einem Jugendtreff zu finden. „Es tut mir leid, wenn die offene Jugendarbeit jetzt stirbt“, sagte Noske, die auf eine Wiederbelebung zu einem späteren Zeitpunkt hofft.



 

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04. September 2010
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