Kommunikation - ein Mittel gegen parteipolitische Schwindsucht

Viele beklagen das Schwinden der großen Volksparteien. Die Entwicklung wirkt sich nachteilig auf unsere Gesellschaft aus. Es wird Zeit für den Widerstand gegen die Trägheit altgedienter Parteistrategen, gegen das innerparteiliche Kleinklein, um auch und vor allem der Radikalisierung der Gesellschaft entgegenzutreten. Sicher gibt es viele Gründe für den Niedergang der Parteien. Ein Grund ist der zunehmend auseinanderklaffende Graben zwischen Bürger und Parteien, entstanden durch einen Mangel an Kommunikation und trotz aller vermeintlichen Social-Media-Kommunikationsriesen – die letztlich nur die Vereinsamung am Smartphone beflügeln, um sich selbst noch besser vermarkten zu können. Die Ortsvereine können den Kampf aufnehmen, noch kennt man sich vor Ort. Redet miteinander, lasst die Meinung anderer zu, diskutiert, findet gemeinsam Lösungen, es geht um das Wohl der Gemeinschaft, nicht aber um mehr linke oder mehr rechte Ideologien! Raus aus den Hinterzimmern und elitären Stadtratskreisen! Mutig ran ans Volk, auch wenn nicht jeder jeden Beschluss gut finden mag! Vermittelt das politische Geschehen, die Entwicklung der Entscheidungen nachvollziehbar in Lokalzeitungen, in anderen Medien, egal ob print oder digital, und am Stammtisch! Diese Präsenz wird ein Vorteil sein, für eine gute Politik ebenso wie für eine wachsende Anzahl an Parteimitgliedern und damit für die ganze Gesellschaft. So wenig sich das Parteimitglied nach verlorenen Wahlen der Depression hingeben darf, so wenig darf sich der Bürger der Enttäuschung und Wut über Ärgernisse hingeben. In den Parteien mitmischen ist das Gebot der Stunde – da muss keiner drauf warten, da kann man den ersten Schritt auch selbst machen.  

Robert Attenhauser


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