Die gefährliche Wahl der Worte

Manche setzen mehr auf Stimmung als auf Fakten

Selbst diejenigen, die über Medien berichten, sind sich ihrer Verantwortung scheinbar nicht immer bewusst. Die Wahl der Worte ist ähnlich die der Wahl der Waffen: es kommt sehr wohl darauf an. Das Magazin Meedia hat sich bei der Wortwahl der Schublade mit der Aufschrift „Effekte“ bedient. Zu lesen war in einer Artikel-Überschrift von Deutschlands „meist gefürchteten Investigativredaktionen”. Allerdings, dies wird im Verlauf des Textes klar, war in einer Umfrage bei Pressestellen und PR-Redakteuren nach der meist „respektierten“ Investigativredaktion gefragt worden. Für mich ist es unzulässig, „respektiert“ durch „gefürchtet“ zu ersetzen, auch in einer zugespitzten Überschrift. Respekt hat eine andere Bedeutung als Furcht. Ob nun einfach Schlamperei oder doch Effekthascherei die Ursache dafür ist, der Journalismus nimmt in jedem Fall wieder einmal Schaden. Schade!

Robert Attenhauser

 

Auslöser des Blogbeitrages war ein meedia-Bericht über die meist „gefürchteten“ Investigativredaktionen:

meedia.de/2019/08/21/frontal-21-recherchebund-ndr-wdr-sz-und-spiegel-sind-die-meist-gefuerchteten-investigatiovredaktionen/

 

 


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