Sprachliche Gewalt

Angebliche Gender-Gerechtigkeit tötet die Sprache

Es ist einfach ärgerlich, wenn „Kolleg*innen“ diese dämlichen Sternchen einfügen, um einer vermeintlichen Gender-Gerechtigkeit auf die Sprünge helfen zu können. So ein Schmarrn, weil: Jemand, der die Gleichberechtigung von Frau und Mann und neuerdings Dingens, also dieses dritte Geschlecht, in Frage stellt, dessen Weltbild lässt durch kein Sternchen dieser Welt aus den Fugen bringen. Anders gesagt: ein Macho bleibt ein Macho bleibt ein Macho. Das gilt auch für das von mir ausgesprochen gefürchtete Binnen-I. Das schreibt sich so: „KollegInnen“. Solche Sprach-Brutalitäten treiben meinen Blutdruck in gefährliche Höhen. Sprache ist doch etwas Schönes. Warum tun diese Menschen ihr Gewalt an? Habt doch ein bisschen mehr Vertrauen in die Vernunft der Menschen! Lasst ...*... und ...I… weg, schreibt von mir aus Kolleginnen oder Kollegen. Eines sei den Gewalttätern gesagt: Wer die Sprache durch Bruchstellen verhunzt, der darf sich nicht über enttäuschte Leser wundern, Leser, die bei solchen Bruchstellen schlicht und einfach aus dem Text aussteigen. Wirklich blöd, wenn das schon nach der Überschrift passiert. Also, werte AutorInnen und Journalist*innen, lasst den Schmarrn bleiben, den Lesern zuliebe!

Robert Attenhauser


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