Junge Liste auf dem Abstellgleis

Noch ne Partei, noch ne Gruppierung - das macht es nicht nur den Wählern schwerer

Mit Vertretern auch aus den Reihen von Junger Union und CSU startet eine Junge Liste Altötting in das Rennen um Sitze im Altöttinger Kreistag - ähnliche Konstrukte gibt es auch in anderern Regionen. Ein Hauptgrund für diesen politischen Seitensprung ist die Behauptung, es seien im Vergleich zum Bevölkerungsanteil zu wenige junge Menschen im Kreistag vertreten. Muss das entsprechend verteilt sein? Ihr Programm, sofern man heute davon sprechen kann, deckt sich mit dem, was etablierte Parteien anstreben – wobei bei diesen meist die Erfahrung des Zusammenspiels von Machbarkeit und Finanzierbarkeit eingepreist ist. Unterm Strich wird die Junge Liste vor allem der CSU Kraft kosten - auch wenn die Klagen über einen manchmal langen Weg der Jugend durch die Partei-Instanzen bis zum Ratssitz nachvollziehbar sind. Doch so hart der Weg sein mag, er funktioniert: Die eher links von der Mitte orientierte politische Jugend hat sich in den letzten Monaten den bestehenden Parteien stark gemacht – vor allem bei den Grünen. Auch auf Stadtratslisten finden sich junge Menschen. Sie haben sich in ihren Parteien mit Engagement, Willen und Kompetenz durchgesetzt, Listenplätze errungen, diskutieren mit und erlernen das politische Handwerk von erfahrenen Mitstreitern. Ein guter Weg! Was aber die werden die Mitglieder der Jungen Liste nach der selbst gesetzten Altersgrenze von 37 Jahren machen? Zurückkehren in die zuvor geschassten Parteien? Die werden sich bedanken! Die Junge Liste ist schon beim Start auf dem besten Weg auf ein Abstellgleis.

Robert Attenhauser

 

https://jlaoe.de/


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