Im Angesicht des Blödsinns

Nehmt Social-Media-Einträge nicht so ernst - aber verliert die Extremisten nicht aus dem Blick!

Grausam, aber wahr: Wer die Social-Medias nutzt, der kommt sich gelegentlich als Publizist mit gefühltem Millionen-Publikum vor. Ein Post, tausende angeblich erreichte Mit-Social-Media-Bewohner, und schon wandelt sich der biedere Landkreisbewohner in eine Nachrichten-Koryphäe, eine vermeintliche. Wen schert schon, wie die in Zahlen gemessene Reichweite zustande kommt, wie viele Menschen tatsächlich erreicht wurden, wie viele von diesen sich wirklich mit einer Aussage auseinandergesetzt haben. Stattdessen glaubt der eine oder andere der Anzahl, die Facebook & Co. servieren. Für alles andere müsste ein Social-Media-Jünger auch das eigene Hirn bemühen – oft zu viel der Anstrengung, gelegentlich vermutlich auch ein vergebliches Unterfangen. Trotzdem muss der Bürger auf der Hut sein: Im Internet finden sich bewusst gefälschte Inhalte wahrscheinlich ebenso häufig wie ausgemachter Blödsinn, pure Dummheit. In Zeiten des Wahlkampfes kann dieser Anteil im Vergleich zu Katzenvideos geradezu in die Höhe schnellen. Bleiben wir ruhig, nehmen wir die Inhalte auf Facebook & Co nicht ernster, als sie es verdienen. Das gilt gerade auch für die Beiträgte der vielen politischen Extremisten, die dort nach wie vor unkontrolliert ihr dummes Maul aufreißen dürfen. Reagieren wir mit der medialen Höchststrafe: Nichtbeachtung – auch wenn wir sie stets im Blick haben müssen.

Robert Attenhauser


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