Vorteil Solo

Homeoffice muss man meistern können – solo sowieso und erst recht mit Familie

Soloselbstständige genießen derzeit den Vorteil der erfahrenen Homeoffice-Manager. Gelassen blicken sie auf den vom Arbeitgeber mehr oder weniger freiwillig nach Hause geschickten Ehepartner oder die im elterlichen Heim zwangskasernierte Studentin. Diese freuen sie sich zunächst auf die Arbeit dahoam, mit den wegfallenden Fahrten zum Arbeitsplatz und fehlenden Schrei-Chefs oder wahlweise den beständig gedeckten Tisch. Der eine oder die andere hatte dabei aber weder die nun selbst zu lösenden Tücken der Technik am Radar noch die Tatsache, dass Eltern auch noch nach der Arbeit und dem Essenkochenwaschengartenarbeiteneinkaufputzdiensten vorhanden und am Ende des Tages gar müde sind. Nun ja, alle lernen in diesen Tagen. Gut, dass der Soloselbstständige dem neuen Homeoffice-User als erprobter Netzwerker helfen kann. Gut, dass der erfahrene Homeofficer um den Vorteil weiß, zum Wohle aller auch einmal etwas länger in seinem eigenen Büro verschwinden zu können. Die Protagonisten dieses Alledaheim-Versuchs arbeiten mittlerweile hart an diesem ungewohnten, weil unfreiwillig dauerhaften Zusammenleben. Das erscheint so wie „Weihnachtsfeiertage plus x“ und unter erschwerten Bedingungen. Rücksicht nehmen ist für den heimischen Frieden ein Aspekt: beispielsweise sind völlig aufgedreht-kracherte Smartphone-Klingeltöne zu ignorieren oder auch beständige Anrufe vom angestammtem aber jetzt fernen Arbeitsplatz an die neue Homeoffice-Angestellte. Der alte Homeoffice-Mann greift beim Telefonklingeln jetzt nicht mehr blind zum Hörer, er schaut erst drauf, von welcher Nummer angerufen wird, selektiert und wartet darauf, dass im neuen Homeoffice neben an der Hörer abgenommen wird.

(Fortsetzung folgt)

Robert Attenhauser


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