Wegen eigener Trinkwasser-Versorgung: SPD wartet auf Dankeschön der CSU

Frühschoppen des SPD-Ortsvereins - Ortsvorsitzender Marco Harrer: Regelung bei Biermarkerl-Verteilung war „Wahlkampf pur und lächerlich“

Töging (rob). SPD-Ortsvorsitzender Marco Harrer hat einen „sachlichen und fairen“ Kommunal-Wahlkampf zugesagt beim Frühschoppen des SPD-Ortsvereins am Sonntag vergangener Woche beim Müllerbräu – allerdings werde dieser Wahlkampf „auch hart“ geführt. Zur Versammlung waren etwa 25 Besucher gekommen.

SPD FRühSchopp09 2019 3SPD-Ortsvorsitzender Marco Harrer. (Fotos: Attenhauser) Harrer stellte die Urheberschaft politischer Erfolge fest: sowohl der Neubau einer Zweifach-Turnhalle an der Comenius-Schule als auch der Erhalt einer eigenen Trinkwasser-Versorgung seien Forderungen und Vorschläge der SPD gewesen. Harrer sagte, in punkto PFOA-freiem Wasser warte er „immer noch auf ein Dankschreiben der CSU“.

Als ärgerlich empfand Harrer den Umgang von zweiter Bürgermeisterin Renate Kreitmeier (CSU) beim Verteilen der Biermarkerl am Seniorennachmittag am Volksfest. Da habe es geheißen, die Stadträte sollten dies nicht mehr machen, um den Wahlkampf rauszuhalten. Gemacht habe es dann aber Kreitmeier als Seniorenreferentin – dies sei „Wahlkampf pur und lächerlich“, so Harrer.

Ärgernis Nummer zwei für den SPD-Ortsvorsitzenden Harrer die Vorgehensweise eines Tageszeitungs-Redakteurs, der im Zuge der Nominierungs-Berichterstattung ihm als Ortsvorsitzendem die SPD-Satzung zu erklären versucht habe. Den Bericht habe der Redakteur dann „so geschrieben, wie er das verkaufen will“. Harrer sagte, es wäre wohl „etwas naiv“ von der PNP einen sachlichen Bericht zu erwarten.

Dritter Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat Günter Zellner sagte, die SPD habe über 40 Jahre die Stadt geprägt und fragte, was denn von den Vorhaben der letzten sechs Jahre übrig bleibe, wenn man die abziehe, für die der Grundstein nicht bereits davor gelegt worden sei.

SPD FRühSchopp09 2019 5Bürgermeisterkandidat Günter Zellner. Zellner setzt auf „bezahlbaren Wohnraum“ – neben den bereits großen Wohnbau-Vorhaben in der Stadt, wo eine Wohnung aber schon mal 750000 Euro koste. Zellner will günstigen Wohnbau, wobei durchaus auf ökologische Bauweise geachtet werden könne, beispielsweise bei einem noch nicht genau festgelegten sozialen Wohnbauvorhaben, für das die Stadt aber ein Grundstück bereitstelle.

Kreisrat Zellner bedauerte, dass die noch im städtischen Besitz befindlichen Wohnungen nicht saniert seien. Zellner fand es ein „bissl befremdlich“, dass ein anderer Stadtrat trotz eigener Betroffenheit bei einer Bebauungsplansache mitgestimmt habe.

Was Zellner in der Stadt u.a. vermisst ist ein Konzept zur grundlegenden Verbesserung der Situation für Trauergesellschaften am Friedhof und die Umsetzung angekündigter E-Tankstellen.

 

 

SPD FRühSchopp09 2019 6Blick in die Versammlung.


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