Trinkwasser: Tiefenbohrung noch in diesem Jahr

Ergebnisse sollen im Frühjahr vorliegen – Projekt wird noch Jahre andauern

Töging (rob). Die Ausschreibung für die Trinkwasser-Tiefenbohrung ist raus, noch im November oder Dezember soll gebohrt werden. Das hat Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst (CSU) in der Stadtratssitzung am Donnerstag mitgeteilt. Der Gerichtsvergleich nach der Trinkwasserverkeimung 2016 ist durch, die Stadt erhält 85000 Euro.

Windhorst rechnet mit ersten Ergebnissen nach den etwa drei Wochen dauernden Bohrungen im Bereich Inntal. Die Wasserqualität müsse dann ebenso überprüft werden wie die mögliche Fördermenge. Im Frühjahr sollen exakte Ergebnisse der Bohrungen feststehen.

Windhorst geht davon aus, dass die Vorarbeiten bis zu einer endgültigen Förderung von Trinkwasser aus einem Tiefenbrunnen noch mehrere Jahre andauern werden.

Unter anderem müsse auch entschieden werden, über welchen Weg das Trinkwasser von der Förderstelle im Inntal zum Tiefbehälter am Brunnenweg transportiert werde. Möglich ist eine Leitung unterhalb der Kanalbrücke – aber auch ein Durchstich unter dem Kanal hindurch. Unklar ist auch, wo die Aufbereitung stattfinden solle. Windhorst schlug einen Ortstermin in Hochmühl bei Rosenheim vor, dort stehe eine ähnliche Aufbereitungsanlage, wie sie in Töging gebraucht werde.

Günter Zellner (SPD) fragte nach den Auswirkungen des Millionen-Projekts auf den Kubikmeterpreis für das Trinkwasser, ob dies eher 20 Cent oder eher 40 Cent würden. Die letzten Schätzungen lägen mehr als sieben oder acht Jahre zurück. Zellner fragte zudem nach der Dimension der Anlage, ob eventuell Nachbar-Gemeinden mitversorgt werden müssten.

Windhorst sagte, dafür sei es noch zu früh. Momentan gebe es nur die Genehmigung für eine Probebohrung. Eine endgültige Tiefenbohrung zur Trinkwasserförderung sei noch nicht genehmigt.

Auf Nachfrage Marco Harrers (SPD) sagte Windhorst, die Qualität des Tiefenwassers sei nicht überall gleich.

Windhorst berichtete zudem, dass der Rechtsstreit um die Kosten für die Tiefbehälter-Verkeimung im Jahr 2016 mit einem Vergleich beigelegt ist. Die Stadt erhält insgesamt etwa 85000 Euro, wobei das Ingenieurbüro 7500 Euro zahlt, das Planungsbüro 60500 Euro und die ausführende Firma 17000 Euro. Das Einverständnis aller fiel kurz vor einem für Dienstag angesetzten weiteren Gerichtstermin.


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