Bürger-Ärger über fehlenden Kiga-Platz

Stadt denkt an Kindergarten-Neubau mit 60 bis 80 Plätzen - Bürgerfragestunde im Stadtrat

Töging (rob). Wohnt in Töging, arbeitet in Töging, hat ein kleines Kind – und keinen Kindergartenplatz in der eigenen Stadt. Eine Bürgerin hat in der Bürgerfragestunde der Stadtratssitzung am Donnerstag ihrem Ärger Luft gemacht. Bereits gemachte Vorschläge aus der Verwaltung wie ein Kindergartenplatz in Garching wollte die junge Mutter aus Zeitgründen nicht akzeptieren.

Einen passenden Kindergartenplatz konnte Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst (CSU) nicht präsentieren. Allerdings sei die Situation bei Kindergartenplätzen in Töging „ausbaufähig“. Mittelfristig käme die Stadt nicht um einen weiteren Kindergarten herum. Dies würden auch die Träger der übrigen drei Kindergärten bestätigen. Planungskosten für einen weiteren Kindergarten würden in den Haushalt 2020 eingeplant werden. Hauptproblem aber bleibe der Mangel an Fachpersonal. So stehe beispielsweise in Burgkirchen ein Kindergarten deswegen leer. Andere Städten mühten sich vergeblich um Personal.

Karl Kaiser (CSU) wies auf ein Grundstück im Stadtbesitz neben dem bestehenden Löwenzahn-Kindergarten hin. Ein Anbau dort wäre demnach möglich. Windhorst entgegnete, dies würde vielleicht 30 neue Plätze bringen. Er sei „gleich für was Gescheites“ - ein Kindergarten-Neubau mit 60 bis 80 Plätzen.

Die verärgerte Mutter wollte auch das „System der Anmeldung“ bei Kindergärten „extrem hinterfragen“. Günter Zellner (SPD) ergänzte, dass die Stadt bedauerlicherweise nach der Abgabe des städtischen Kindergartens an einen privaten Träger keinen Einfluss mehr auf die Vergabe habe.

Birgit Noske (SPD) sagte, sie freue sich, dass „endlich ein Bürger“ auf den Missstand hinweise. Sie tue dies bereits seit Jahren. Doch die tatsächliche Lage sei „immer runtergespielt“ worden, so Noske. Bis ein neuer Kindergarten fertig sei, würden fünf Jahre ins Land gehen, so Noskes Vermutung.


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