Kommentar: Zu schnell

Das Tempo der Klinik-Fusion stößt zunehmend auf Kritik – vor allem bei Arbeitnehmern

Die Gewerkschaftsvertreter lehnen die Fusion der Kliniken in den Landkreisen Altötting und Mühldorf gar nicht ab – sie fürchten aber in der Folge um das Wohl der Arbeitnehmer. Wer eine Fusion, unabhängig von der Art der Unternehmen, erfolgreich durchführen will, tut sehr gut daran, die Belegschaft möglichst bald auf dem Weg mitzunehmen. Folgt man den Gewerkschaftsvertretern, war das bisher nicht der Fall. Offenbar ist eine Beteiligung bei den noch bevorstehenden Gesprächen bis zur tatsächlichen Fusion auch nicht vorgesehen. Das ist kein gutes Zeichen! Hier wird über die Köpfe derer entschieden, die später für den Erfolg zuständig sind. Ein Sitz für Arbeitnehmervertreter im endgültigen Verwaltungsrat des Klinik-Kommunalunternehmens ist eine gerechtfertigte Mindestforderung – ebenso wie es eine Selbstverständlichkeit sein muss, dass für gleiche Arbeit auch der gleiche Lohn gezahlt wird, unabhängig davon, ob die Menschen heute schon eingestellt sind oder es in den kommenden Jahren noch werden.

Robert Attenhauser


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