Kommentar: Es fehlen mehr Bahn und mehr Vernunft

Nicht der A94-Lückenschluss, der zweigleisige Ausbau löst das Kernproblem

Es ist vorbei. Endlich! Niemals wieder wird ein Minister seine Verspätung mit einer nicht existenten A94 begründen können. Nie wieder! Seit heute oder spätestens, wenn morgen alle Bürger auf der A94 fahren dürfen, ist diese nicht nur für Journalistenohren leidige Ausrede keine mehr – ebenso wie das Thema A94, von dem Lokalzeitungen und Politiker Jahrzehnte leben konnten, keines mehr ist. Zumindest trifft das auf Zeitungen und Politiker zwischen Marktl und München zu. Die Wirtschaft darf über den Lückenschluss gemeinsam mit denen jubeln, die meinen mit dem Pkw nach München fahren zu müssen. Dabei ist ein Ausflug mit dem Auto nach München ein rechter Schmarrn. Dafür gibt es die Bahn, der Zug ist billiger als mit dem Auto zu fahren und das Ökokonto freut es auch. Jetzt kann sich die Ausbaukraft auf die Schiene konzentrieren und damit sich die Vernunft den Weg bahnen. Davon würde die heimische Wirtschaft richtig profitieren, Vorleistungen wie das Container-Terminal Burghausen kämen dann richtig zum Zug.

Robert Attenhauser


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