Trotz Schwierigkeiten: IHK sieht Wirtschaft in Altötting-Mühldorf stabil

Jedes dritte Unternehmen durch steigende Energie- und Rohstoffpreise beunruhigt

Altötting/Mühldorf(red). In weiterhin guter Stimmung ist die Wirtschaft in den Landkreisen Altötting und Mühldorf in das neue Jahr gestartet, berichtet die IHK. Die Unternehmen sind mit der aktuellen Geschäftslage weiterhin sehr zufrieden: 62 Prozent der Befragten bezeichnet die Auftragslage als „gut“, nur vier Prozent als „schlecht“. „Die Geschäfte laufen fast genauso gut wie im Herbst“, bringt es Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf, auf den Punkt.

Stabil bleiben auch die Erwartungen. 23 Prozent rechnen mit einer Belebung, acht Prozent mit einer Eintrübung der Geschäfte. Der Saldo von 15 Punkten hat sich im Vergleich zum Herbst um vier Punkte gebessert. „Bereits im vergangenen Jahr haben die Unternehmen ihre Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung spürbar nach unten geschraubt. An dieser Grundeinstellung hat sich bisher nur sehr wenig geändert. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass angesichts der vielfältigen Risiken der Blick in die Zukunft nicht noch weiter getrübt wird“, so Obermeier-Osl.

Wachstumsbremse Nummer eins bleibt für die Wirtschaft der Fachkräftemangel, den 64 Prozent der Unternehmen als Risiko nennen. „Das ist der höchste Wert seit Beginn der regionalen Auswertung“, unterstreicht die IHK-Vizepräsidentin. Direkt mit dem Engpass am Arbeitsmarkt verbunden sind die gestiegenen Arbeitskosten, die für 40 Prozent ein Risiko sind. Auf Platz zwei liegen aber mit 45 Prozent die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Die Liste an Themen sei lang, erklärt Obermeier-Osl. „Allein rund jedes dritte Unternehmen ist von den steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe betroffen. Das Chemiedreieck ist Teil unserer Region, deshalb müssen wir eine solche Einschätzung sehr ernst nehmen, gerade vor dem Hintergrund möglicher negativer Konsequenzen für unsere gesamte Region“, so Obermeier-Osl. Dies sei aber noch nicht alles: „Hinzu kommen noch weitere Faktoren, wie die internationalen Handelskonflikte, das Theater um den Brexit und die hohe Steuer- und Abgabenlast“.

Trotz alledem haben die Unternehmen weiterhin großes Vertrauen in den Standort. Der Saldo zur Bereitschaft, weitere Investitionen zu tätigen, liegt auf demselben Niveau wie im Herbst. Nach den neuesten Zahlen hat außerdem noch knapp ein Viertel der Betriebe vor, neue Stellen zu schaffen, vergleichbar wenige wollen Stellen abbauen (unter zehn Prozent)


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