Europa-Union Mühldorf feiert 40-jähriges Bestehen

Mühldorf (red). 40 Jahre Europa-Union (EU) und kein bisschen leise – so feierte der Kreisverband des heimischen europäischen Verbandes vergangene Woche im Haberkasten sein Jubiläum. Alle Redner betonten die Bedeutung der Europawahl am 26. Mai und riefen zur Wahl proeuropäischer Parteien auf.

Jubiläum 400Zwei Herzenseuropäer im Gespräch: EU-Kreisvorsitzender Walter Göbl und Staatsminister a.D. Reinhold Bocklet. (Foto: EuropaUnion)Kreisvorsitzender Walter Göbl prägte in seiner Begrüßung den Begriff „Herzenseuropäer“ für die zahlreich erschienenen Mitglieder. Deren Engagement sei wichtig, denn derzeit drohen Europa und damit Bayern sowohl Gefahren von außen als auch von innen. Der einzelne Nationalstaat könne nicht mit den Supermächten China, USA und Russland konkurrieren. Rechtspopulistische Parteien in Deutschland wollen, so Göbl, aus der EU austreten. Das wäre dann der „Brexit hoch fünf“,so Göbl.

 Das erste Grußwort gebührte der Bürgermeisterin der Stadt Mühldorf Marianne Zollner als Tochter des Gründers und ersten Kreisvorsitzenden der Europa Union Valentin Dasch. Sie zitierte aus einem von ihrem Vater 1979 verfassten Artikel: „Das Zusammenwachsen der europäischen Völker sichert Frieden und Wohlstand, brachte bisher unbekannte Vorteile“

 MdL Staatsminister a.D. Marcel Huber erinnerte an die selbstverständlichen Dinge wie Sicherheit, Wohlstand, Freiheit und Frieden.

 Magister Josef Saiger, der Generalkonsul der Republik Österreich bedankte sich bei den Mitgliedern der Europa Union, die es nicht immer einfach hätten, für die gemeinsamen europäischen Ziele zu werben.

 Der Festredner des Abends, Staatsminister a.D. Reinhold Bocklet, der vor 40 Jahren dem ersten gewählten Europäischen Parlament angehörte, ging auf die Demokratisierung Europas ein. Die starke Stellung des Europäischen Parlaments seit dem Lissabon-Vertrag vom ersten Dezember 2009 sei vielen Bürgern noch nicht hinreichend bekannt. Bocklet: „Europa, und damit Bayern und Deutschland haben die Zukunft, die wir uns geben.“ Es sei viel erreicht worden wie die gemeinsame Währung, die Reisefreiheit, der europäische Binnenmarkt. Derzeit betreibe die EU weltweite Wirtschaftspolitik auf Augenhöhe. An die 120 Gäste im Saal appellierte der Redner: „Bleiben Sie der Europa und dem europäischen Gedanken treu.“

Es folgte die Ehrung der beiden noch lebenden Gründungsmitglieder Christine und Hans Matschi. Walter Göbl hob das langjährige Wirken Matschis als Kreisvorsitzender der Europa-Union  hervor.

Zehn Gäste traten der Europa- Union spontan neu bei.



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