AK Asyl: Integration am Arbeitsmarkt bleibt problematisch - wird aber unterstützt

Erste Mitgliederversammlung 2019 – Kennenlern-Projekt läuft – Internet-Klassenzimmer

Waldkraiburg (red). Die Eingliederung Geflüchteter in den Arbeits- wie Ausbildungsmarkt bleibt schwierig – verschiedene Angebot unterstützen das Gelingen. Das wurde deutliche bei der ersten Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Asyl am Donnerstag im „Treffpunkt Miteinand“ der Caritas in Maria Schutz.

Der Vortragsraum war restlos besetzt mit Ehrenamtlichen aus verschiedenen Bereichen und hauptamtlichen Vertretern von Organisationen und Behörden. Mit Patrick Schumann, Geschäftsbereichsleiter aus dem Landratsamt Mühldorf, hatte der Arbeitskreis einen Referenten, der über die Änderungen des Asylrechts vor allem im Bereich Ausbildung und Arbeit sprach. Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und in Ausbildung stellt alle Beteiligten immer noch vor große Probleme.

Vorsitzender und zweiter Bürgermeister Richard Fischer berichtete anschließend über die aktuellen Tätigkeiten des Arbeitskreises. Im Freiraum 36 liefe zurzeit ein sehr erfolgreiches Projekt, bei dem Geflüchtete vor allem Umgangsformen und Normen in Deutschland kennenlernten. Vor einigen Monaten war dort auch eine große Küche eingerichtet worden, in der Menschen sich treffen und gemeinsam unter Begleitung kochen könnten – ein soziales Projekt, aber auch gedacht, damit man ins Gespräch komme und ungezwungen beraten könne. Weiterhin angeboten werde das Internetklassenzimmer, das unterstützendes Deutschlernen ermögliche, nicht nur im Haus des Buches, sondern mittlerweile auch im Freiraum 36.

Die Angebote im sportlichen Bereich seien mal besser, mal schlechter angenommen. Man werde sehen, wie es im Sommer klappe, wo auch auf dem Gelände der Erstaufnahme-Einrichtung Betätigungsmöglichkeiten geschaffen werden sollen. Das Wir-Café im Haus am Ölberg liefe nach wie vor sehr gut, auch das eine Möglichkeit für Austausch, gemeinsames Kochen und Gespräche. Zuletzt berichtete der Vorsitzende von der Organisation der Weihnachtsfeierlichkeiten, zum Beispiel des Nikolausbesuches, dem Friedensgebet und der Weihnachtsfeier, die, einfach als schöne Feier für alle Menschen gestaltet, ebenfalls sehr gut angenommen würde.

„Die Kleiderkammer mussten wir im letzten Jahr auflösen. Mittlerweile werden die Flüchtlinge in dieser Hinsicht gut versorgt und das wurde nicht mehr gebraucht. Dafür brauchen wir jetzt Lebensmittel und Einrichtungsgegenstände“, schloss Richard Fischer. Die Lebensmittel würden für die Kochmöglichkeiten verwendet, die Einrichtungsgegenstände helfen Asylbewerbern, die in eine eigene Wohnung umziehen.

Nach dem offiziellen Teil führte Zweiter Vorsitzender und Caritas-Kreisgeschäftsleiter Richard Stefke Interessierte durch den „Treffpunkt Miteinand“, der nicht nur für Geflüchtete eine Anlaufstelle sein soll, sondern offen für alle Hilfsbedürftigen, zum Beispiel auch in der Schuldnerberatung.



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