Kreistag Altötting: Corona-Pandemie prägt Nachtragshaushalt

Altötting (rob). Die Corona-Pandemie wirkt sich mit Einnahme- und Ausgabe-Posten auf den Landkreis aus – auch deshalb hat der Altöttinger Kreistag einen Nachtragshaushalt beschlossen - unterm Strich ergeben sich Veränderungen in Millionenhöhe.

Der Verwaltungshaushalt umfasst 1425400 Euro mehr und damit jetzt 149,214 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt verändert sich um 1197100 Euro auf 25,297 Millionen Euro. Im Verwaltungshaushalt verändern sich 20 Einnahme- und 69 Ausgabeposten, im Vermögenshaushalt sind es entsprechend 14 und 27 Posten.

Durch die Änderungen sinkt die Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage um 109900 Euro auf jetzt 5,409 Millionen Euro. Damit könnten bei geplanten Entnahmen am Jahresende noch vier Millionen Euro in der Rücklage verbleiben. Erhöht wird die Zuführung aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt um 368700 Euro.

Große Änderungen im Verwaltungshaushalt verursacht die Corona-Pandemie. Der Aufwand vor allem aufgrund von Schutzmasken umfasst etwa 1,13 Millionen Euro. Der deshalb erhöhte Einsatz von Schulbussen schlägt mit 295000 Euro in Ausgaben und Einnahmen zu Buche. Die Sozialausgaben sinken um 1,79 Millionen Euro im Bereich Unterkunft, Heizung, Mietkosten. Der Mehraufwand für Kliniken besteht aus den um 220500 Euro auf 9,2 Millionen Euro erhöhten Verlustausgleich. Auch die Abfallwirtschaft verändert sich durch Mindereinnahmen beim Papierverkauf in Höhe von 154800 Euro, durch höhere Steuern von 321200 Euro und einen Ausgleich aus dem Vermögenshaushalt von 476000 Euro.

Einige weitere Posten im Vermögenshaushalt sind erste Rückstellungen für einen KKG-Turnhallen-Abriss (50000 Euro), Schulanschaffungen wegen Corona 285800 Euro mit entsprechenden Einnahmen von 273700 Euro oder höhere Planungsausgaben für die Sanierung der Pestalozzischule (100000 Euro).

Die Zukunft bleibt weniger rosig: noch stehen die Einnahme-Verluste bei der Gewerbesteuer nicht fest, auch wenn diese sich erst zeitverzögert auswirken. Und: der Landkreis Altötting rechnet für 2020 mit einem erneut hohen Verlustausgleich für die Kreiskliniken.

Die Kreistagsmitglieder stimmten gegen zwei AfD-Mitglieder für den Nachtragshaushalt.


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